Grabak - Reviews
Grabak "Agash Daeva"
Black blood -The Pit 9/10
Plägg Meddl – so muss dat klingen! Grabak schmeißen der Dunkelkreischgarde mit „Agash Daeva“ so ein fettes Steak hin, dass selbst allen anderen Extrem-Metallern das Wasser im Munde zusammenlaufen sollte. Ja, die deutsche Horde setzt die Messlatte für kompromisslosen Black Metal aus Deutschland wieder ein ganzes Stück höher und knüppelt auch so manche skandinavische Kultfigur in Grund und Boden.
Wie kommts? Grabak, gegründet schon im Jahre 1995, machen seit 1997 die Plattendreher von BM-Liebhabern unsicher, denn damals veröffentlichten sie ihre erste und einzige Demo, welche, nach jetzigen Standpunkt ihrerseits, wohl viel erfolgreicher hätte sein können bei entsprechender Vermarktung. Nach drei Alben über CCP Records, von denen das letzte 2003 das Dunkel der Hölle erblickte, versucht man es nun mit „Agash Daeva“ abermals die hungrige Meute mit abwechslungsreichem, aber stilistisch ausgewogenem Schwarzmetall zum Jauchzen zu bringen.
Charakteristisch für den Sound ist die wohl von mir bisher noch nirgends sonst gesehene und äußerst positiv umgesetzte Verwendung von zwei Bassisten. Einer spielt wie gewohnt den Druck, der andere darf verzerrt, aber nicht undifferenziert, alles niederwalzen. Nicht verwunderlich dann auch die Tatsache, dass nur die beiden Bassisten und der Vokalist alle Schaffensperioden der Band überdauert haben. Generell ist die Abmischung bis auf kleine Schwächen im Schlagzeug, welches sich im Spiel übrigens auch durch Black Metal-fremde Techniken auszeichnet, ziemlich gut gelungen, „fett“ bietet sich da auch als optimale Beschreibung an.
Bekannterweise üben sich viele Kapellen im Black Metal gerne in Monotonie. Ob das an Ideenlosigkeit, mangelnder Umsetzungsfähigkeit oder gewollter Atmosphäre liegt, sei einmal dahin gestellt. In den meisten Fällen arbeitet es für mich jedenfalls nicht ausreichend, um mich derart zu fesseln, wie es die neue Grabak-Scheibe tut. Abwechslung ist eines der Markenzeichen von dem neuen Silberling, obwohl man ihm trotzdem zugute halten muss, dass es keinen stilistischen Ausfall gibt. Alles fügt sich schön ins Gesamtbild ein, und mit „schön“ meine ich rasend, infernal und wunderbar geeignet um sich das Hirn wegzubangen.
Auch textlich bewegt man sich im Konzept. Horrorszenarien, Satansgelüste und menschliche Abgründe werden in englischer und deutscher Sprache gleichwertig vorgetragen. Dies alles geschieht in einem vergleichbar tiefen Gekreische, wobei Gerotze an dieser stelle auch nicht unpassend wäre.
Zusammenfassend darf man sagen, dass alle Details, und davon gibt es viele, bei aller Aggression wunderbar herauszuhören sind. „Agash Daeva“ ist eine feurige Platte, die sehr viel Spaß macht, sofern man bei dieser Spielart des Metals überhaupt davon reden kann. So jedenfalls sollte Black Metal dieser Tage klingen, modern ohne die Wurzeln zu vergessen. Ich frag mich immer noch, was für ein Mensch oder Tier man sein muss, um solch eine Scheibe zu schreiben und einzuhämmern. Bestialisch, praktisch, gut!
Anspieltipps: Gleichbleibend hochkarätig
Grabak "Agash Daeva"
Einheit Produktionen -Eternity Magazin 2/6> durchwachsen
Agash Daeva lautet der Titel der seit 1995 existenten deutschen Formation Grabak. Ein Titel, der für Laien so nichtssagend ist wie die sich dahinter verbergende Musik. Was nicht abzustreiten ist, sind die insgesamt elf Gewitter, die fast ausnahmslos in höllischem Tempo und ebenso bestialischer Aggression daherrasen; doch am Ende fühlt man sich nicht bereicherter. Ein im Vordergrund stehendes Schlagzeug, das sehr an Koldbranns Debütalbum erinnert, fasziniert mit seiner Brutalität; gleichzeitig übertönt es die Gitarren, was jedoch nicht weiter tragisch ist, da das Geschrammel größtenteils so langweilig ist wie der Gesang. Letztlich ist das Album eine Tortur, jedoch leider für den Hörer, der anstelle der Wahl Grabaks vorzugsweise erneut zu anderer Stelle in den vollen Topf rasenden Schwarzmetalls und Todesbleis greifen sollte. Prädikat: entbehrlich.
http://einheit-produktionen.de
www.grabak.de
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood / Einheit / Displeased) - Metal Hammer 5/7
Vor Jahren noch weitgehend und zurecht geschmäht, mutiert der Black Metal aus deutschen Landen mittlerweile zum Qualitätsprodukt. Dabei weist die Szene immer mehr Eigenständigkeit und Profil auf, obwohl ihre Wurzeln meist tief im nordischen Boden stecken. Mit ihrem vierten Album AGASH DAEVA reihen sich Grabak mit ihrer eigenen Interpretation fisnterer Klänge in eine Liga mit Secrets of the Moon, Endstille, Dark Fortress oder Sonic reign ein. Dabei gehen die Leipziger in Sachen extremes Geschepper an die Spitze. Mit ihrem furiosen und rasanten Getrümmer knüpfen die Ostdeutschen eher an Traditionen der schwedischen Bösewichter an. Unter der pechschwarzen Oberfläche lauern entsprechende Elemente aus Thrash und Death Metal. Das Schlagzeug rattert unaufhörlich und die Gitarren schreddern eher, als dass sie klirren. Ein finsterer Höhepunkt des Grabak-Sounds sind die röhrenden Kreischgesänge - meist auf Deutsch. Dazu liefert Nornagest von Enthroned einen gesanglichen Gastauftritt ab. Alle Freunde der subtilen und filigranen Schwärze sind hier falsch. Es gibt auch keine netten Keybord-Melodien. Nein: AGASH DAEVA holzt brutal und wild. Für die ganz Harten im schwarzen Garten ein garantierter Hochgenuss.
Gunnar Sauermann 5/7
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood / Einheit / Displeased) - Rock Hard 8/10
Die ostdeutschen Überschallknüppler von GRABAK sind wieder zurück. Und auf ihrem vierten Album klingen sie besser denn je. Geschickt verweben die Jungs Highspeed-Black-Metal-Orgien mit schleppenden Parts, melodischen (!) Gitarrenharmonien und atmosphärischen Passagen (‚Strigoi’), ohne ihr hyperbrutales Gesamtkonzept jemals durcheinander zu bringen. Auch einige industrial-lastige Effekte auf der Stimme bringen noch zusätzliche Farbtupfer ins Spiel und tragen zu der heftigen Stimmung auf „Agash Daeva“ bei. Abwechslungsreicher und stimmiger kann man so extreme Musik wohl kaum machen. Für Black-Metal-Extremisten ein unverzichtbares Teil.
8/10 Punkte
Bruder Cle
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood / Einheit / Displeased) - Lords of Metal (80/100)
Dronckaert: Grabak from Leipzig, already releasing their fourth official release since 1999, and to be honest, this is the first time that I am checking this band out really. Grabak makes music in the vein of Mayhem (De Mysteriis Dom Sathanas) and 1349, aggressive black metal combined with gloomy intervals, presented in a high tempo mostly.
The record opens with 'Beyond A Black Horizon', a fast and furious track of which the drum gets my attention immediately. They gave it a ridiculously prominent place in the mix, which is quite a disturbing factor, especially with a lot of double bass work and blast beats. Too bad really, since this band really has the potential to evolve and grow further. I have to give my compliments to vocalist Jan Klepel, he reminds me of Atilla (Mayhem) versus Satyr (Satyricon), which is good. The second track 'Nightworks' is very good, especially the grooving atmosphere in the track. The track 'Homo Diabolus' sounds very good also, could be of Mysteriis Dom Sathanas, which is a compliment. I have to admit that this band cannot compare itself to bands like Mayhem and alikes, but if they keep up the good work they just might succeed. For fans of fast aggressive black metal, check this one out.
Best tracks: 'Nightworks' and 'Homo Diabolus'.
Dronckaerdt speaks Rating: 80/100
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood / Einheit / Displeased) - Dirk Wettlaufer 06/07 2007
Krankes Cover, extremste Fotos im Booklet, ein verstörendes Intro und bereits nach wenigen Sekunden bricht via GRABAK der totale Black Metal Vernichtungssturm los, der keine Gefangenen macht, während in 11 gnadenlosen Hasswalzen der schwarze Tod alles vernichtend und martialisch aus den Boxen hämmert. GRABAK sind eine der besonders positiven Überraschungen im undurchsichtigen Black Metal Dickicht, schlicht das Aufblitzen am schwarzen Nachthimmel. Zwingendes, unterkühltes und doch melodiöses Nordlandriffing paart sich mit Lichtgeschwindigkeitsdrumming der Marke DARK FUNERAL, MARDUK und NAGLFAR während sich Sänger Klepel, manchmal deutsch intonierend, ernsthaft in die Konkurrentenriege aus GORGOROTH oder MAYHEM einreiht. Die Produktion ist amtlich laut, bestialisch differenziert und dennoch herausragend druckvoll, wie man das nur von den wenigsten Black Metal Produktionen kennt. Vor allem die hammerharten Drums und die vernichtenden Gitarren gehen eine unheilvolle, magische Verbindung ein, der sich niemand entziehen kann. Die ersten drei Alben von GRABAK waren mir bisher leider unbekannt, haben die jedoch auch nur annährend die Durchschlagskraft von „Agash daeva“, hab ich böse was verpasst. Völlig zurecht überschlägt sich derzeit die Presse mit Lobeshymnen ob dieses martialischen, kaum brutaler zu arrangierenden Werkes, das bei aller Brutalität noch genügend Raum für kurze atmosphärische, wirre Geisterparts lässt. Ein Werk, welches gekonnt feingliedrige Melodieebenen zulässt, die den Feuersturm des Albums weiter anfachen. Verdammt! Und das alles von einer deutschen Band? Die nordische Black Metal Konkurrenz sollte nicht erst durch deutsche Bands wie ENDSTILLE, DARK FORTRESS, NEGATOR oder DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT das Fürchten gelehrt bekommen haben. GRABAK reihen sich nahtlos ein in die Riege deutscher Elite Black Metal Bands. Wenn das so weiter geht, spricht in wenigen Jahren niemand mehr von der nordischen Dominanz im Black Metal Bereich, sondern Bands wie die eben genannten und eben GRABAK werden zur weltweiten Speerspitze in diesem Bereich gehören. Genug gesagt. „Agash daeva“ ist ein schwarzes, extrem brutales sowie zerstörerisches Meisterwerk, welches zu keiner Sekunde auch nur die kleinste Schwäche oder Unzulänglichkeit aufweist, so dass an dieser Stelle die dringlichste Aufforderung ergeht, sich diesen Burschen anzunehmen. Absolut geil!
GRABAK "Agash Daeva"
Schwermetall.ch 11 von 13
Für gewöhnlich wandern rezensierte Langspieler nach der Rezension für ein Weilchen ins CD-Regal. Vielleicht ist das der Grund, warum es mit der Grabak-Kritik etwas länger gedauert hat. Mein Unterbewusstsein hat sich schlicht geweigert ein dergestalt ambitiöses Werk im Regal verstauben zu lassen.
Unter der neuen Flagge von Black Blood Records werkelte das unlustige Quintett an rasenden Kompositionen, die alternierend Marduk und Dark Funeral beschwören. Doch trotz all der Prügelfetischismen bleibt genau die nötige Portion an melodieträchtigen Sequenzen. Einerseits ist es die rabenhaft fies-raue Stimme, welche die Geschwindigkeitsdynamik auszuhebeln vermag. Andererseits wuchten sich stets Gitarrenmelodien ins Geschehen, wovon einzelne an Dissection erinnern, obwohl es den Deutschen viel stärker um die Durchschlagskraft als um Melodien geht.
Lichtmomente treten so zahlreich auf, dass sich eine vollständige Auflistung als Sisyphus-Arbeit erweisen würde. Dennoch ein Auszug:
- "Strigoi" glänzt nicht nur durch einen unbändigen Groove, sondern auch mit verzerrtem Megaphongesang.
- Die dreidimensionalen Stimmeffekte mit Flüster-, Kreisch-, und Sprechüberlagerungen bringen den Hörer auch beim zehnten durchlauf noch zum Zusammenzucken.
- Der Killer "The Beauty in a Gorgon's Eye" wird dank knochentrocknem Bass und unbändigem Solo sogar bekennende Todesjünger für den Schwarzstahl bekehren.
- Das beinharte "Judas Iscariot - As Wolf Amongst Sheep" trifft mit derbem Bolzwerk und unersättlichem Geschwindigkeitswahn mitten ins Ziel.
Gegen diese Wand an Wohlwollen tritt ein einziger kleiner Wehmutstropfen an, welcher jedoch nie der Hauch einer Chance hat: Der Trommelklang steht ständig etwas ausserhalb des Gesamtkunstwerks. Manchmal verschlingt er Bass und Gitarren böswillig, manchmal schleicht sich eine nervige Tendenz im etwas hohl geratenen Klang ein. Dies schadet dem Gesamtbild aber kaum.
Man darf also gespannt sein, ob die Einheit-Subdivision Black Blood Records mehr aus den guten Grundlagen macht, als dies früher CCP Records getan hat. Für mich gibt es auf alle Fälle ein neues Synonym für deutschen Hochgeschwindigkeitsschwarzstahl mit der nötigen Portion Eingängigkeit.
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood / Einheit / Displeased)
Leon van Rijnsbergen
75 / 100
In Duitsland wordt het nieuwe album van deze black metalband uit Leipzig door de pers helemaal de hemel in geschreven, maar wij houden ons graag bij de feiten. ‘Agash Daeva’ is al de vierde CD van deze heren, de band bestaat ondertussen al tien jaar. Het nieuwe werk is duidelijk beter dan wat ik eerder van Grabak heb gehoord. De composities zijn sterker en de productie is beter. Muzikaal kiest de band nog altijd voor compromisloze, voornamelijk snelle black metal. Als we naar vergelijkingsmateriaal gaan zoeken, dan komen we al snel bij een band als Marduk uit. Toch gaat die vergelijking enigszins mank, omdat Grabak ook de nodige thrash riffs verwerkt in de muziek. Deze Germanen zijn verder verre van origineel, maar met deze nieuwe plaat laten ze wel een overtuigende indruk achter.
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Nocturnal Hall Vollreview 8,5 von 10
Was lange währt wird endlich gut: Auf technisch und kompositorisch hohem Niveau knüppeln GRABAK auf ihrem nach vier Jahren Pause erschienenen Album Agash Daeva dem Hörer gnadenlos eins vor den Latz. Von Beginn an ist die grundsätzliche Ausrichtung der Musik eindeutig: So schnell wie der Drummer kann, und dann alle hinterher! Und Infernal an den Drums macht seinem Namen auch alle Ehre und hält die Geschwindigkeit der Platte bis auf einige wenige Ausnahmen durchwegs im Highspeed-Bereich. Das ist zwar zum einen beeindruckend, aber gleichzeitig auch der einzige kleine Kritikpunkt, den ich an Agash Daeva zu äußern habe. Obwohl bei der neuen GRABAK alles auf durchweg hohem Niveau stattfindet, schleicht sich durch die permanente Raserei hin und wieder schon ein wenig Monotonie ein, was allerdings natürlich im Black Metal Bereich ebenso ein durchaus erwünschter Effekt gewesen sein mag. Dennoch habe ich mir an manchen Stellen schon zumindest etwas mehr Passagen im Stile des Tracks Strigoi gewünscht.
Die Produktion wird dem Rest der Scheibe ebenfalls in vollem Umfang gerecht: Alles zusammen erzeugt eine gewaltige Soundwalze, dennoch werden für sich genommen alle Instrumente klar und deutlich zur Geltung gebracht, ja sogar vom Gesang/Geschrei lässt sich bei genauem Hinhören das ein oder andere Verstehen.
Bleibt noch zu hoffen, das zwischen der laufenden Nummer der Veröffentlichung und der dafür benötigten Zeit kein näherer Zusammenhang besteht, und dass die Leipziger sich nach Agash Daeva nicht fünf Jahre Zeit für das fünfte Album nehmen ;)
Gesamteindruck: Kompromisslos, schnell und böse, sprich einfach stark!
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Metal Glory 8/10
Black Metal hat viele Facetten. Manche sind echt geil, manche kotzen mich an. Die neue Scheibe Agash Daeva der Schwarzdrescher Grabak zählt für mich zu den Highlights des bisher angelaufenen Jahres, was diese Musikrichtung betrifft. Mit Klängen, die von der Geschwindigkeit an Maschinengewehre erinnern (der Drummer sollte evtl. mal seinen Schrittmacher etwas herunterdrehen), begrüßt die Band den Zuhörer und lässt ihn eine dreiviertel Stunde lang nicht mehr zur Ruhe kommen. Natürlich kann (und will) die Band die anfängliche Geschwindigkeit nicht durchhalten aber das soll nicht heißen, das es wesentlich langsamer wird. Meine ersten zwei Anspieltipps sind The Beauty in a Gorgon's Eye und Judas Iscariot – As Wolf Amongst Sheep. Der erste der beiden Songs brilliert durch ein gelungenes Gitarrensolo, der zweite durch knallharte Aggressivität und ebenfalls einige interessante Riffs. Hier setzt sich gelegentlich auch wieder das knochentrockene, ultraschnelle Schlagzeug durch. Aber eigentlich liegen alle Songs qualitativ auf hohem Niveau sehr nahe beieinander. Inhaltlich geht es im Wesentlichen um die für das Genre üblichen Themen: Satan bzw. Antichristentum und Dunkelheit. Der Gesang ist teilweise trotz Gekeife recht gut verständlich, man muss sich nur etwas Mühe geben.
Dritter Anspieltipp ist Strigoi. Laut Wikipedia wurden so in Transsilvanien Vampire genannt. Dieser Song ist der Höhepunkt der CD. Hier zieht die Band alle Register ihres Könnens. Recht langsame, getragene Passagen wechseln sich mit schnellem Geknüppel ab und bilden einen düsteren Spannungsbogen.
Die Jungs von Grabak liefern mit Agash Daeva ein sehr gutes Stück Musik ab, das sicher auch eingefleischte Death’er und andere Metaller anspricht. Den „Bösen Blick der Dämonen“, das bedeutet der Titel der CD, bringt die Band gelungen rüber.
8.0 Punkte von Barbar (am 19.05.2007)
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Nocturnal Hall
Was vier Jahre währt wird endlich gut: Auf technisch und kompositorisch hohem Niveau knüppeln GRABAK auf ihrem nach vier Jahren Pause erschienenen Album Agash Daeva dem Hörer gnadenlos eins vor den Latz. Kompromisslos, schnell und böse, sprich einfach stark!
(8.5/10 Punkte Seb/Nocturnal Hall)
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Metal News
GRABAK? Nie gehört. So wird es wohl den meisten gehen, aber das dürfte sich recht bald ändern. "Agash Daeva" heißt das Debüt dieser jungen Band und was man da zu hören bekommt ist weit mehr als das, was die meisten anderen Newcomer-Bands zu bieten haben.
Von Anfang an walzt die Scheibe nach vorne. Die unheimlich druckvolle Produktion holt wirklich Alles aus den Instrumenten heraus und man hat fast das Gefühl von dieser Soundwand erdrückt zu werden. Obwohl man sich merklich im Black Metal-Bereich bewegt, sind Einflüsse aus dem Death Metal nicht von der Hand zu weisen. Eine derartige Symbiose ist ja schon mehr als einmal deutlich in die Hose gegangen. GRABAK aber schafft die Gradwanderung ohne große Mühe und beweist echtes Fingerspitzengefühl dafür, wann der richtige Zeitpunkt ist, wieder zum reinrassigen Back Metal überzugehen.
So findet man eine walzende Rhythmusgitarre, die eine unheimlich intensive Leadgitarre unterstützt. Die Melodien bleiben sofort im Ohr und wissen stets zu begeistern und zu überraschen. Auch der Bass kommt nicht zu kurz und ist hier nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern zeugt durch eine Menge Eigenständigkeit.
Was mir leider auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich gefallen will ist die Stimme. Diese ist einfach einen Tick zu kratzig und zu präsent. Auch die Drums könnten vielleicht etwas leiser abgemischt sein, da sie sich an manchen Stellen doch extrem in den Vordergrund drängen.
Diese kleinen Mängel ändern aber nichts an der Tatsache, dass GRABAK hier ein Glanzstück gelungen ist. Wer es schafft, solche Kompositionen zu erschaffen, der hat noch eine ganz große Zukunft vor sich.
6/7 Punkte
Patrick Sieber
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) metal Glory
Black Metal hat viele Facetten. Manche sind echt geil, manche kotzen mich an. Die neue Scheibe Agash Daeva der Schwarzdrescher Grabak zählt für mich zu den Highlights des bisher angelaufenen Jahres, was diese Musikrichtung betrifft. Mit Klängen, die von der Geschwindigkeit an Maschinengewehre erinnern (der Drummer sollte evtl. mal seinen Schrittmacher etwas herunterdrehen), begrüßt die Band den Zuhörer und lässt ihn eine dreiviertel Stunde lang nicht mehr zur Ruhe kommen. Natürlich kann (und will) die Band die anfängliche Geschwindigkeit nicht durchhalten aber das soll nicht heißen, das es wesentlich langsamer wird. Meine ersten zwei Anspieltipps sind "The Beauty in a Gorgon's Eye" und "Judas Iscariot - As Wolf Amongst Sheep". Der erste der beiden Songs brilliert durch ein gelungenes Gitarrensolo, der zweite durch knallharte Aggressivität und ebenfalls einige interessante Riffs. Hier setzt sich gelegentlich auch wieder das knochentrockene, ultraschnelle Schlagzeug durch. Aber eigentlich liegen alle Songs qualitativ auf hohem Niveau sehr nahe beieinander. Inhaltlich geht es im Wesentlichen um die für das Genre üblichen Themen: Satan bzw. Antichristentum und Dunkelheit. Der Gesang ist teilweise trotz Gekeife recht gut verständlich, man muss sich nur etwas Mühe geben. Dritter Anspieltipp ist Strigoi. Laut Wikipedia wurden so in Transsilvanien Vampire genannt. Dieser Song ist der Höhepunkt der CD. Hier zieht die Band alle Register ihres könnens. Recht langsame, getragene Passagen wechseln sich mit schnellem Geknüppel ab und bilden einen düsteren Spannungsbogen. Die Jungs von Grabak liefern mit Agash Daeva ein sehr gutes Stück Musik ab, das sicher auch eingefleischte Death’er und andere Metaller anspricht. Den „Bösen Blick der Dämonen“, das bedeutet der Titel der CD, bringt Band gelungen rüber.
8/10 Punkte
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Metal Massage 10/10
Fantastic! This is what I call a hitter: for their new soul torture "Agash Daeva", the hell dogs from Leipzig gathered all their strength in creativity. For on this abnormally heavy executioner, you find the probably most bestial Black Metal excesses the fan of such hate-art can imagine at all. Demonically paired with really orgiastic playfulness, the animalistic precision attacks on this new studio album immediately develop a haunting, Satanical flair. Grabak combine noble performance culture with brilliant composition abilities and ice-cold killer melodies. The result: Seductively violent Black Metal-blasts of the stormy hurricane class. That deserves big respect for the bestial, diabolic troop. Such ultra-deep devilish passion is only known of such superior elite commandos, such as Enthroned. Still, with such highly melodic hammer songs, with "Agash Daeva" the Eastern German Black Metal-power from Leipzig is completely impregnable.
© Markus Eck
(22.03.2007)
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood/Soulfood) Legacy 12 Punkte
Lange hat sie sich Zeit gelassen, die Black Metal-Knüppelbrigade aus Leipzig: Satte vier Jahre sind seit dem letzten Album „The Serpent Within Paradise“ vergangen. Doch nun haben GRABAK wieder alle Geschütze geladen und beweisen eindrucksvoll, dass man in vier Jahren keinen Rost in den Läufen angesetzt hat. Zwar habe ich den Eindruck, dass „Agash Daeva“ zuweilen einen dezenten Tacken melodischer daherkommt als die älteren Werke der Band, doch brauchen sich Knüppelfanatiker deshalb keine grauen Haare wachsen zu lassen: Für das gewünschte Aggressionslevel sorgt schon alleine die infernalische Geschwindigkeit dieses Scheibchens - bei diesem Schlagzeuger wird wohl noch jedes Duracell-Häschen vor Neid erblassen. Zu dem unmenschlichen Drum-Gewitter gibt es dann noch rasende Läufe auf den Saiteninstrumenten und
natürlich eine aggressiv schreiend-knurrende Stimme. Es nimmt nicht groß Wunder, dass Abwechslung dabei nicht unbedingt an allererster Stelle steht, doch GRABAK nutzen die Möglichkeiten in dem eng gesteckten Bereich, in dem sie sich austoben, so gut als möglich und sorgen mit Breaks, Tempiwechseln und besagtem Tacken an Melodie dafür, dass das Material nicht zu einer eintönigen Lärmschlacht verkommt. Besonders gelungen ist dies in ´Furia´, wo man es schafft, trotz permanentem Highspeed alle Akzente gekonnt unterzubringen und so ein gnadenlos brutales, dabei aber sehr eigenes und abwechslungsreiches Lied zu schaffen. Einen Bonuspunkt rücke ich übrigens noch für den saucoolen ´ich kann genau so tief wie Steele´-Gesang im für GRABAK eher ungewöhnlichen ´Strigoi´ raus. Für zart besaitete Hörer definitiv gesundheitsgefährdend, aber wer auf der Suche nach richtig gutem Knüppelstoff ist, der Highspeed und maximale Brutalität punktgenau eingespielt, mit sauberem Sound und dem nötigen Quäntchen an Abwechslung bietet, der liegt hier genau richtig. (DG)
12 Punkte
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Metal District
GRABAK, immer schon ein Begriff, nie gehört. Das sollte sich nun mit dem neuen Album der Leipziger "Agash Daeva" auch ändern. Und härtetechnisch hat es dieses absolut in sich. Den Härtegrad von MARDUK und ENTHRONED hält man locker, es haben sich auch Gastmusiker von ENTHRONED auf das Album eingeschlichen. Die Produktion von "Agash Daeva" ist absolut druckvoll und kann mit internationalen Standards a´la genannte Bands problemlos mithalten. Trotz fast durchgehender Raserei hat man ein glückliches Händchen für Geschwindigkeitsvariationen und die ein oder anderen rhythmischen, fast thrashigen Riffs, welche eine gewisse Auflockerung bieten. Trotz aller Brutalität verstehen es GRABAK ihre Kompositionen mit genügend Melodie zu versehen, welche ja auch beispielsweise ein wichtiges Markenzeichen von DARK FUNERAL ist. Trotz allem möchte ich den Leipzigern keinesfalls unterstellen, bei genannten Bands abzukupfern, im Gegenteil. Man geht erfolgreich seinen eigenen Weg, der ausgesprochen gut zu hören ist. Melodien gibt es am Fließband, die Stimme des Sängers kommt sehr druckvoll und angepisst und die Produktion lässt wie gesagt keine Wünsche offen. Qualitativ sticht man mit "Agash Daeva" die neue Scheibe von MARDUK locker aus. Also gilt für Prügelfetischisten...Antesten!
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Powermetal.de
http://www.powermetal.de/cdreview/review-9552.html
Meine Güte, ist das ein bestialisches Inferno, dass uns die Leipziger Black-Metal-Combo GRABAK auf ihrem neuen Album präsentiert. Bislang hatte ich den finsteren Trupp nur als eher durchschnittlichen Vertreter seiner Gattung im Gedächtnis, weshalb mich die rohe, aber jederzeit kontrollierte Aggression und das schlichtweg geniale Songwriting jetzt förmlich umhaut. Wenn sich in diesem Genre eine Gruppe hat steigern können - soviel vorab - dann diese deutsche Underground-Institution!
Mit teuflischer Gewalt inszenieren GRABAK auf "Agash Daeva" eine wahre Sternstunde des deutschen Black Metals. Roh, schnell und mit unzähligen Überraschungen durchsetzt beginnt mit 'Beyond A Black Horizon' ein wahrer Schwarzmetall-Orkan über den Hörer hinwegzubrausen, der nicht nur auf spieltechnischer und kompositorischer Ebene unheimlich reif erscheint, sondern auch in Sachen Performance höchsten Ansprüchen genügt. Was die Männer hier auf ihren Gitarren zelebrieren, hat hochnordisches Meisterniveau und klingt bisweilen wie einer der legendären Releases der ersten Stunde des skandinavischen Black Metals - zwar nicht ganz so episch und erhaben, dafür aber so roh und diabolisch, dass einem die Kinnlade vor Staunen gar nicht mehr hochgehen will.
Selbst die melodischeren Parts, die auf "Agash Daeva" gar nicht selten sind, werden mit einer Brutalität und Zielstrebigkeit dargeboten, die man von den einstigen Underdogs definitiv nicht erwartet hätte. Der etwas hölzerne Drumsound steht dem zwar ein wenig im Wege und wirkt als sterile Begleiterscheinung im organischen Gesamtsound der Band etwas deplatziert, killt aber auch nicht die jederzeit majestätische Atmosphäre, die sich hier Track für Track aufbaut. Mit infernalischen Hassbatzen wie 'Dominion Stigmatized' und dem genialen Titelstück hat man schließlich auch die richtigen Waffen bereit, um auch den letzten Zweifler einzuschüchtern. Geniale Riffs, umwerfende Arrangements und erdrückend harsches Gebrüll - man kann wirklich nur staunen, welchen Weg diese Band in den letzten Jahren bis hin zu diesem Meisterwerk gegangen ist und wie selbstverständlich man die Krönung dieses Entwicklungsprozess auf "Agash Daeva" zur Schau stellt. Nicht zuletzt die gnadenlose Präzision, mit der die Band bei all dem hinzugewonnenen Variantenreichtum noch jeden einzelnen Song blitzschnell auf den Punkt bringt, setzt schließlich das i-Tüpfelchen auf eines der besten Black-Metal-Alben, das die Szene im neuen Jahrtausend hervorgebracht hat. Nach all den eher durchschnittlichen Veröffentlichungen der Vergangenheit eine ganz große Überraschung aus dem Hause GRABAK!
Anspieltipps: Dominion Stigmatized, Agash Daeva, Furia, Through The Ten Circles Of Hell
Björn Backes
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) metal.de 8/10
Auf "Agash Daeva" führen GRABAK mit enorm viel Fingerspitzengefühl
das fort, was sie bereits auf den vorigen Veröffentlichungen
auszeichnete: Treibendes Präzisionsgeknüppel, walzende Gitarrenriffs,
ein bestialisches Stimmorgan und das Feingefühl für kalte Melodien.
8/10 Punkte Olvido/Metal.de
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Ancient Spirit 10/12
"Da hatte ich die Leipziger Schwarzwurzel-Anbeter eigentlich immer eher als durchschnittliche Combo in Erinnerung, belehren sie mich mit ihrem neuen, vierten Langeisen 'Agash Daeva' auf beeindruckend eindringliche Weise eines Besseren. Gnadenlos brutal, meist rasend schnell, bitterböse und dennoch stets mit feinen Melodiebögen versetzt schlachten sie hier elf mal auf´s vortrefflichste das heilige Lamm und recken die Pommesgabel ganz hoch gen Himmel. GRABAK erinnern mich mit ihrem in einen herrlich druckvollen Sound verpackten Werk desöfteren an eine wirklich großartige Mischung aus MARDUK, DARK FUNERAL, ein wenig IMMORTAL und eine Menge NECROPHOBIC. Absolut geile, infernale Scheibe, mit dem absoluten Highlight 'Judas Iscariot - As Wolf Amongst Sheep' - was ein Brecher!!!"
Hage (www.ancientspirit.de) 10/12 Punkte
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Markus Eck - EMP
Fantastisch! Einen lupenreinen Hochkaräter haben wir hier – die seit vielen Jahren aktiven Leipziger Höllenhunde haben sich für ihre neue Seelenfolter beziehungsweise Studioalbum ganz hoch auf die kreativen Hinterbeine gestellt. Denn auf diesem abartig knallharten Ketzerteller türmen sich die wohl bestialischsten Schwarzmetall-Exzesse, die man sich als Liebhaber solcherlei Hasskünste nur vorstellen kann. Dämonisch gepaart mit wirklich orgiastischer Spielfreude, entwickeln die vollends viehischen Präzisions-Attacken vom Fleck ein bezwingendes Satansflair. Grabak vereinen adlige Spielkultur mit brillanter Kompositionskunst. Auch für die eiskalten Killer-Melodiken hängten sich die Ostdeutschen knietief rein. Resultat: Verführerisch rabiate Black Metal-Gewaltausbrüche der stürmischen Hurricane-Klasse. Dafür gebührt der bestialischen Diabolikertruppe großer Respekt. Mit dermaßen tiefteuflischer Inbrunst polterten bislang höchstens überlegene Elitekommandos wie beispielsweise Enthroned los. Dennoch, die Leipziger Black Metal-Macht ist mit solchen erzmelodischen Hammersongs ganz und gar uneinnehmbar.
(Markus Eck)
Die bestialischsten Schwarzmetall-Exzesse, die man nur vorstellen kann. Dämonisch gepaart mit wirklich orgiastischer Spielfreude. Grabak vereinen adlige Spielkultur mit brillanter Kompositionskunst.
GRABAK „Agash Daeva“
(Black Blood) Metal Message 10/10
Fantastisch! Einen lupenreinen Hochkaräter haben wir hier – die seit vielen Jahren aktiven Leipziger Höllenhunde haben sich für ihre neue Seelenfolter beziehungsweise Studioalbum ganz hoch auf die kreativen Hinterbeine gestellt. Und in dieser Position verblieben sie während des gesamten Entstehungsprozesses, ständig alles fest im Griff. Heraus kam eine regelrechte Sensation! Denn auf diesem abartig knallharten Ketzerteller türmen sich die wohl bestialischsten und wollüstigsten Schwarzmetall-Exzesse, die man sich als manischer Liebhaber solcherlei Hasskünste überhaupt nur vorstellen kann beziehungsweise will. Dämonisch lüstern gepaart mit wirklich orgiastischer Spielfreude, entwickeln die vollends viehischen Präzisions-Attacken vom Fleck weg bezwingendes Satansflair hochgradig mitreißender Klanganmut. Und dass das stilistisch unbeirrbare Okkultquintett um Brüllmonster Jan bereits drei Vorgängerlangspieler in der eigenen Historie stehen hat, hört man aktuell überdeutlich heraus: Denn Grabak vereinen auf „Agash Daeva“ hochadlig austrainierte Spielkultur mit oberbrillanter Kompositionskunst – zusätzlich ausgarniert mit einem intuitiven Gespür für absolute Zeitlosigkeit. Auch für all die eiskalten Killer-Melodiken hängten sich die ostdeutschen Macher knietief rein, somit gibt es auch auf diesem Sektor nicht das Geringste von meiner Seite aus zu bemängeln. Resultierend daraus ergeben sich verführerisch rabiate Black Metal-Gewaltausbrüche der stürmischen Hurricane-Klasse, die einen schier um den Verstand bringen. Wahnsinn. Hier steckt wirklich tiefschwarze Musikmagie drin – hört man die dramatisch hohe Qualität der enthaltenen elf Zerstörerlieder auf „Agash Daeva“ in entsprechend hoher Lautstärke, beutelt es gar den ganzen Körper durch. Nur allzu selten habe ich dermaßen frenetisch inszenierte Gitarrengewitter über mir krachen und donnern gehört. Überhaupt, das ganze Album ist eine einzige Genre-Sternstunde! Dafür gebührt der bestialischen Diabolikertruppe riesengroßer Respekt. Mit dermaßen tiefteuflischer Inbrunst polterten bislang höchstens überlegene Elitekommandos wie beispielsweise Enthroned los. Dennoch, die robuste Leipziger Black Metal-Macht scheint derzeit mit solchen erzmelodischen Hammersongs ganz und gar uneinnehmbar. Formidabel, und das auf ganzer Linie!
© Markus Eck
(22.03.2007)
GRABAK: Agash Daeva
Obliveon Mag
Die bereits vierte Veröffentlichung der Leipziger Grabak nennt sich "Agash Daeva" und kommt mit donnerndem, rauhem Black/Death Metal der frühen Neunziger a la Marduk daher. Ausgezeichnetes Drumming in Kombination mit perfekt passendem dreckigen Gesang und shreddernden Gitarren machen "Agash Daeva" zu einem Hörerlebnis, dass die Herzen der schwarzmetallischen Fans hoch schlagen lassen wird. Ganze 11 Tracks Spielfreude mit astreinem Geknüppel in guter Soundqualität kredenzen die Mannen aus dem Osten und als Gastmusiker hat man keine Geringeren als Enthroned eingeladen. Dass Grabak keinen reinen Black Metal machen, sondern teilweise auch Death Metal Elemente einbringen, macht die Musik um so interessanter und lässt den Hörer einfach nicht zum Ausruhen kommen! Agressive Vocals in deutsch und englisch wechseln sich ab, während der Drummer ultraschnell auf seine Felle eindrischt und die Gitarristen neben ihren Shredder-Riffs immer wieder kleine , melodische Soli einbringen. Wer mal so richtig abmoshen will, liegt mit "Agash Daeva" (was übrigens übersetzt "Der böse Blick der Dämonen" bedeutet), bestimmt richtig! Fazit: Die Scheibe knallt und die Jungs wissen was sie tun! Weiter so! 8/10 – UK
GRABAK: Agash Daeva
Feindesland
Technisch gutes Geballer
GRABAK ist so ein Name, der einem im Black Metal immer mal wieder über den Weg läuft. Bisher hatte ich keine Gelegenheit diese Band musikalisch näher unter die Lupe zu nehmen... in den Veröffentlichungsfluten verschwand sie bei mir immer wieder unter "Ferner liefen". Schön, dass ich ihren Sound jetzt auch einmal zu hören bekomme.
Und da bleibt es nicht bei "ferner liefen"... denn was die Leipziger hier in die Aufnahmegeräte geschmettert haben ist rein technisch gesehen schon von hoher Qualität, besonders was das Drumming betrifft. Trotz der hohen Geschwindigkeit wird hier unglaublich präzise darauf losgeballert. Alles klingt flüssig, druckvoll und mehr als sauber eingespielt! In den High - Speed - Passagen baut der Drummer manchmal kleine aber feine Variationen ein, die sein Handwerk aus dem Standard herausheben und die darum die Platte bisweilen unterhaltsamer wirken lassen als vergleichbaren Knüppelstoff, wie ihn etwa die Herren von MARDUK oder DARK FUNERAL öfter mal abliefern. Als weitere Vergleichsband können auch JUDAS ISCARIOT herhalten. Damit sollte die Marschrichtung nun auch endgültig klar sein: Brutaler, finsterer High - Speed - Black Metal ohne Rücksicht auf Verluste.
Bei der Produktion hingegen hätte man noch feilen können... nicht dass sie schlecht wäre, nein, ganz und gar nicht! Sie ist druckvoll und alle Instrumente lassen sich gut heraushören. Den nötigen Rotz und die Rohheit hat sie auch... mit etwas mehr skandinavischem Frost und Hall hätte man aber die atmosphärische Wirkung einiger Songs noch steigern können... so klingt die Band oft zu "präsent". So ist zumindest meine Wahrnehmung.
Die Texte sind satanisch - okkult, sofern sich das von den Liedtiteln ableiten lässt... dargestellt mit den genretypischen Symboliken. Hier also nichts Besonderes. Auch die deutsche Sprache hält bisweilen Einzug. Insgesamt gesehen sind die Texte gut geschrieben und keinesfalls lächerlich, hier muss man also keine Abstriche machen.
So, was soll man also unter dem Strich zu diesem Album sagen? Innerhalb ihres Genres erfüllen GRABAK die Maßstäbe voll und ganz! Jeder Fan solcher Musik wird begeistert sein. Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert sind angelegt, wenn auch nicht mit Konsequenz ausgeführt. Für das vierte Album ist der erreichte Zustand absolut zufriedenstellend.
Wie bei vielen anderen extremen Knüppelkappellen könnte aber der Hörer auch bei GRABAK das Problem haben, dass ihm der Tonträger mit der Zeit ein wenig eintönig und langweilig erscheint. Die Band bietet interessante Spannungsbögen und Abwechslung, um diesem Effekt vorzubeugen. Ob das reicht möge jeder für sich selbst entscheiden... da die Band aber trotz aller technischer Perfektion den gesteckten Rahmen nicht verlässt, und da es für den entscheidenden Eindruck an Atmosphäre mangelt (ein häufiges Problem bei Knüppel - Black - Metal) möchte ich nicht die volle Punktzahl geben. Diese wäre dann evtl. einer zukünftigen Veröffentlichung von GRABAK vorbehalten!
Fazit:
Wenig Innovativ, aber technisch perfekt! Freunde satanischen Gemetzels werden vollends begeistert sein!
Bewertung:
Punkte (Innovation): 2 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
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